Kältemittel-Wende im Schweizer Nichtwohnbau: Wie ChemRRV, SIA 382/1 und Minergie die Lüftungstechnik neu takten
Während die EU ihre F-Gase-Verordnung verschärft, geht die Schweiz mit der ChemRRV einen eigenständigen Weg. Für Klimakälte, Wärmerückgewinnung und Nachrüstung in Bürobauten, Spitälern und Schulen gelten nationale Grenzwerte, Normen und Hygienepflichten, die jeder Planer kennen muss.
Die Lüftungs- und Klimatechnik im Schweizer Nichtwohnbau steht zwischen drei Kräften: einer eigenständigen Kältemittel-Regulierung über die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV), steigendem Strombedarf für Klima, Lüftung und Haustechnik sowie einem dichten Geflecht aus SIA-Normen, Minergie-Anforderungen und SWKI-Hygienerichtlinien. Anders als oft angenommen folgt die Schweiz nicht der EU-F-Gase-Verordnung, sondern setzt mit Anhang 2.10 ChemRRV produktbezogene Inverkehrbringens-Verbote nach Kälteleistung und Treibhauspotenzial. Für die Branche bedeutet das: planbare, aber harte Schwellen bei Neuanlagen und ein wachsender Nachrüstdruck im Bestand.
Dieser Branchenreport (6 Kapitel) analysiert Markt, Recht, Förderung, Technik und Praxis — mit 10 belegten Quellen.